10.02.2017 - JG9 - Rückblick auf das Elternpraktikum mit Babysimulatoren an der HBG

12 Schüler der HBG nahmen im Rahmen des WPK Soziales Lernen an einem Elternpraktikum mit Babysimulatoren teil. Das Projekt lief vom 16.01.- 20.01. Bei der Abholung der Babysimulatoren beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Braunschweig wurde den Schülern die Versorgung der Babysimulatoren erklärt. So möchten sie entweder das Fläschchen, eine frische Windel, ein Bäuerchen machen bzw. einfach nur im Arm geschaukelt werden. Um den Simulator mit einer dieser Pflegemaßnahmen versorgen zu können, musste man zur Erkennung mit einer sogenannten ID über den Bauch des Simulators streichen. Bei dem Projekt gab es auch Pärchen, die zusammenarbeiteten, das heißt, dass es zwei IDs gab, eine Haupt ID und eine Babysitter ID. Zu Beginn wurde jeder Simulator mit unterschiedlichen Tagesabläufen programmiert. Jeder dachte sich einen Namen für das Kind aus, suchte sich entsprechende Babykleidung und bekam zum Transport einen tragbaren Babyautositz. Dienstag und Donnerstag kamen die Mitarbeiterinnen des SkF, eine Diplompsychologin und eine Sozialpädagogin, in den WPK-Unterricht um mit den Schülern verschiedene Themen zu erarbeiten, wie z,.B. Lebensplanung und Kinderwunsch, Alkohol und Rauchen während der Schwangerschaft, Kindersicherheit, Traumeltern, kindersicheres Umfeld, partnerschaftliches Verhalten, Kindererziehung etc.
Nach 5 Tagen als „Probe-Eltern“ mussten die Babysimulatoren wieder in Braunschweig abgegeben werden. Dabei wurden Eindrücke und Erfahrungen ausgetauscht. Alle haben erlebt, dass ein kleines Kind viel Aufmerksamkeit benötigt, und es anstrengend ist, jede Nacht aufzustehen, um das Kind zu füttern und am nächsten Morgen wieder früh in die Schule gehen zu müssen.
Ein Fazit der Schüler war, dass besonders Minderjährige gut auf Verhütung achten sollten, damit kein ungewolltes Kind entsteht. Im Falle einer Schwangerschaft würden sich die meisten gegen eine Abtreibung entscheiden und das Kind mit Unterstützung der Eltern groß ziehen.
Für die Schüler war dieses Elternpraktikum eine wichtige Erfahrung, da es einen Eindruck in das Leben mit einem Baby liefert und vor Augen führt, wie viel Zuwendung ein Kind benötigt, auch wenn es nur ein Simulator war und ein echtes Kind immer noch ein paar mehr Schwierigkeiten bereiten kann, allerdings auch mehr Freude. Interessante Gespräche ergaben sich bei den täglichen Busfahrten mit Erwachsenen, die im Gespräch überwiegend positiv auf das Projekt reagierten. Leider gab es auch kinderfeindliche Reaktionen.
Mitschüler und Lehrer haben zwar neugierig aber überwiegend gelassen auf die Babysimulatoren reagiert. Viele wollten den Simulator auch einmal halten und wissen, was man genau wann machen muss, und wie man überhaupt mit dem Simulator umgehen muss. Schüler und Schülerinnen anderer WPKs haben Interesse geäußert, dieses Elternpraktikum ebenfalls gern zu machen. Ein herzliches Dankeschön an die Schüler- und Lehrerschaft, die dieses Projekt mit Humor und Toleranz unterstützt haben.
Unser besonderer Dank gilt auch dem Eltern-und Freundeskreis der HBG, der die Kurs- und Fahrtkosten übernommen hat.

Beate Schneider